Samstag, 7. Mai 2011

2. Etappe


Ich wollte eigentlich gleich nach der Etappe wieder posten, aber ich war gestern so kaputt dass ich einfach keine Lust dazu hatte. Es war mit 9,3km im Grunde nur eine kurze Distanz, aber ich hatte mich dann gestern ans Ende der Startgruppe 2 gereiht. Wir sind alle los geschossen wie die Verrückten, die ersten 2km im Schnitt sogar unter 4, erst bei Kilometer 3 + 4 erreichte ich die eigentlich angestrebten 4.15. Es war ein echter harter Lauf, zu schnell los, super warm, Getränkestand gefühlt erst viel zu spät aufgebaut. Dazu diese staubtrockene Strecke, der Wind war zwar nur leicht, wühlte aber alles mögliche von sämtlichen Höfen, Pferde- und Kuhweiden auf, so dass ich nach Kilometer 5 hätte aufhören mögen. Ich musste mir einen Windschattenspender suchen und wechselte diesen häufig dadurch weil ich nicht mehr mithalten konnte. Die ersten Kilometer rächten sich fürchterlich je mehr wir dem Ziel entgegen kamen. Immer wieder musste ich mir sagen, dass alle Läufer mit diesen Bedingungen zu kämpfen hatten. Luft bekam ich erst zum Ende hin wieder richtig gut, so dass ich etwas anziehen konnte. Als wir dann schon in hörbarer Reichweite des Ziels waren, wurden alle Kräfte noch einmal mobilisiert. Die Kinder und Rolf gaben mir noch mal Kraft als sie mir kurz vorm Ziel "Du bist zehnte Frau" zuriefen. Vollkommen ausgelaugt nahm ich mit zwei Bechern Saft und etwas Traubenzucker auf einer Bank Platz und musste mich für einen Moment (oder zwei) wieder sammeln. Für die 3. Etappe muss ich mir die 12km auf jeden Fall wieder anders - also vernünftiger - einteilen. Denn gestern hätten es nicht mal 100m mehr sein dürfen. Dafür sind jetzt ein paar freie und vor allem faule Tage vor mir und darüber freue ich mich bei diesem Wetter umso mehr.

Ein schönes erholsames Wochenende

Claudia

Mittwoch, 4. Mai 2011

Ohne Plan

Heute verlief meine Ausfahrt etwas anders als gedacht. Zuerst hatte aus meiner dienstlichen Gruppe keiner Zeit (oder Lust) und dann hatte ich auch noch meine GPS Uhr vergessen, so dass ich relativ zeitlos fahren musste. Das fällt mir ehrlich gesagt immer sehr schwer und meine Laune war dementsprechend auch nicht bestens. Da ich ja alleine war, beschloss ich einfach von Wilhelmshaven nach Hause zu fahren. Hierbei nutzte ich nicht die Hauptverkehrswege sondern fuhr auf verschiedenen friesischen und ostfriesischen Radrouten und fuhr einfach ins Blaue. Im nachhinein muss ich sagen, dass diese Fahrt gerade landschaftlich herausragend war. Für Outdoor Aktivitäten kann ich mir keine schönere Gegend vorstellen als unsere Heimat hier. Also genoss ich einfach und konzentrierte mich darauf, meinen Fahrstil zu verbessern (und da ist echt noch sehr viel Raum). Gerade mit der neuen Campagnolo Schaltung mache ich mich immer besser vertraut und übe schon für ein 4 tägiges Radwochenende im Sauerland, an dem ich mit einem Kumpel teilnehmen werde und bei dem wir einige Anstiege bewältigen werden müssen und die Schaltvorgänge sitzen sollten. Auch habe ich meine Sitzposition noch ein wenig angepasst und sah auch hier durchaus positive Effekte.
Nach knappen 70 Kilometern erreichte ich das Ziel und gerade aufgrund des stetigen Rückenwindes glich meine Ausfahrt heute eher einer Radtour und meine Erschöpfung hielt sich in Grenzen. Bei der nachträglichen Berechnung der Geschwindigkeit ergab sich ein ungefähres Mittel von 28 km/h.
Freitag werde ich dann wieder von der Arbeit mit dem Fahrrad nach Hause fahren und abends dann natürlich kräftig Claudia beim Ossiloop anfeuern und unterstützen.
Gruß
Rolf

Dienstag, 3. Mai 2011

1. Etappe


Es ist geschafft, der Ossiloop ist im vollen Gange. Nach einigen Tagen der absoluten Sportruhe ging es nun heute an den Start. Wetter wie bestellt, dennoch mit einigen Gegenwindstrecken.
Je näher der Startschuss kam desto ruhiger wurde ich. Nach 10km Zeit eingereiht stand ich im dritten Block ganz vorne. Es ging pünktlich auf die Strecke und wie von vielen Wettkämpfen schon gewohnt rennt man erst mal los. Aber Rolfs Trainingsplan sei Dank brach die Kondition nicht nach kurzer Zeit zusammen, sondern konnte beinahe konstant gehalten werden. Im letzten Jahr lief ich bei 10km Läufen die mittleren Kilometer gerne Kräfte schonend um zum Ende hin noch mal anzuziehen. Voll im Saft stehend habe ich diese Taktik selbstbewusst verworfen und von Anfang an alles gegeben. Inkl taktischem Laufen im Windschatten der anderen, Konkurrenz anvisieren und dann nahezu unbemerkt daran vorbeiziehen, enge Kurven laufen, die Trickkiste hab ich völlig ausgeschöpft. Dank meiner Leidenschaft mich während der Trainingsläufe über die Autobahnbrücken zu jagen, konnte ich genau dort ein paar Plätze gut machen. Meinen Turbo ab Kilometer 8 konnte ich nicht mehr zünden, aber immerhin war ich imstande die gute Zeit zu halten. Die Laufuhr zeigte am Ende - wie auch in Norden neulich schon - eine neue Bestzeit an.
Die 10 unter 45 Minuten und die 10,6km lagen bei 47.30. Da ist der Stolz durchaus höher anzusiedeln als der Schmerz in meiner linken Wade. Also wieder Schongang, Pflege, vielleicht sogar noch vor der nächsten Etappe eine Massage von Frank Leuchters.
Wie ich soeben dem Internet entnehme, habe ich dann wohl als 11. Frau das Ziel erreicht.
Na wenn ich heute nicht gut schlafen kann, dann weiß ich es auch nicht.

Mehr am Wochenende!

Viele Grüße

Claudia

P.S.: Und wer lieber bewegte Bilder guckt, hier der Link vom Ostfriesen-TV zum Ossiloop 2011:

http://www.oz-online.de/fileadmin/Videos/start.php#id2434